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In unserer Fotogalerie haben wir Ihnen wunderschöne Fotos rund um die Puszta zusammengestellt. Malerische Landschaften, einzigartige Naturschätze, kulturelle Werte, Tiere, Pflanzen und Menschen – tauchen Sie ein in eine faszinierende Welt!

10 wichtige Ereignisse in der Geschichte Ungarns

10 wichtige Ereignisse in der Geschichte Ungarns
  1. Die Landnahme
  2. Annahme des Christentums
  3. Geburt des Forints
  4. Regierung des Königs Matthias
  5. Die 160jährige Türkenherrschaft in Ungarn
  6. Ungarische Revolution und Freiheitskrieg von 1848-49
  7. Der Friedensvertrag von Trianon
  8. Die Revolution 1956
  9. Die politische Wende in Ungarn
  10. Beitritt von Ungarn zur Europäischen Union

1. Die Landnahme: durch die Landnahme wurde das Karpatenbecken in Besitz genommen. Diese Zeit ist auf 895-896 zu datieren.

In den Jahren 890 orientierten sich die ungarischen Stammleiter aus der Richtung Etelköz immer mehr in Richtung Westen. Früher machten sie nur selten – immer wieder nach mehreren Jahrzehnten – Feldzüge, um Beute zu machen, aber zwischen 892 und 895 zogen die ungarischen Heere innerhalb kurzer Zeit sogar dreimal durch das Gebiet des Balkans und des Karpatenbeckens.

Anfang der Landnahme ist das Jahr 895, als die Ungarn aus drei Richtungen nach Westen aufbrachen. Die Landnahme erfolgte etappenweise. Zunächst wurde der östliche Teil des Landes erobert, dann am Anfang des 10. Jahrhunderts der westliche Teil.
Lange konnte man die Zeit der Landnahme nicht genau einschätzen. Die meisten ungarischen Chroniken berichten über das Jahr 884 bzw. 888. Im Jahre 1882 forderte das ungarische Kultusministerium die Ungarische Akademie der Wissenschaften auf, die genaue Jahreszahl der Landnahme festzulegen, dies führte aber auch zu keinem Ergebnis. Letztendlich stellte Ferenc Lakits, der prominente ungarische Astronom 1890 eindeutig fest, dass die ungarische Landnahme im Jahr 895 erfolgte. Die ungarische Regierung setzte zwar 1896 als das Jahr des Millenniumsfestes fest, veränderte jedoch das Jahr 895 als Datum der Landnahme nicht.

2. Annahme des Christentums: Der Übertritt des heidnischen Ungartums zu dem Christenglauben wird an St. Stephan geknüpft

St. Stephan Ungarn Der Prozess der Verbreitung des Christenglaubens nahm in Ungarn unter dem Landherrn Geisa seinen Anfang. Er erschuf die politischen Bedingungen der Staatsgründung und er leitete die ersten entscheidenden Schritte zu der Annahme des Christentums ein. Mit Tausenden von Ungarn ließ er sich taufen und „gelobte an, alle seinen Untertanen zu christianisieren”. Bei seinem Tod im Jahre 997 setzte Geisa seinen ältesten Sohn Vajk zu seinem Nachfolger ein, der nach seiner Taufe den Namen Stephan erhielt und als St. Stephan zu dem ersten ungarischen christlichen König wurde.

Nach seiner Thronbesteigung setzte er die Kirchenpolitik seines Vaters fort, organisierte zehn Bistümer und ließ Kirchen bauen. Im Rahmen der Abteien und Klöster funktionierten Schulen und diese wurden zu den geistlichen Zentralen der Bildung. Die Klosterbrüder unterrichteten in diesen Schulen die europäische christliche Kultur, ihre Schüler wurden nicht nur Bekehrer sondern sie bildeten eine geschulte schreibkundige Schicht und von ihnen kamen die ersten Leute des Königs und der Komitate.

Die Annahme des Christentums brachte natürlich die Änderung der Lebensform mit, in der die Kirche zu einer bestimmenden Rolle kam. Unser Land empfang die Fremden sehr freundlich: in Ungarn fanden die Benediktiner, Zisterzienser und Franziskaner genauso ein Heim wie die italienischen, deutschen, französischen und byzantischen Bekehrer, von denen unser Volk seine Kenntnisse und seine Kraft erhielt.


3. Geburt des Forints: Die Geschichte des Forints begann vor 621 JahrenForint, HUF. Ungarn

Der Forint galt jahrhundertelang als das beliebteste Zahlungsmittel Europas; von Byzant bis England, von Italien bis Schweden war er von den Händlern überall begrüßt. Die zum ersten Mal im Jahre 1325, nach der Währungsreform von Karl Robert nach florentinischem Muster geprägten Goldmünzen konnten ihre Volkstümlichkeit der Tatsache danken, dass die ungarischen Könige auch noch in den strengsten Notzeiten peinlich auf ihre Wertbeständigkeit acht gaben.

Die Goldmünzen mit einer Titre von 99%, deren Größe dem heutigen Fünfforintmünze entsprach, sollten genau 3,52 Gramm wiegen: die Sammler werden bis heute noch mit Bewunderung erfüllt davon, dass die fünf-sechshundertjährige Geldmünzen kaum von diesem Wert abweichen. Von dem 16. Jahrhundert diente der Forint in vielen Ländern als Etalon: es wurden meistens gleich aussehende Goldmünzen mit gleicher Titre und dem gleichen Gewicht geprägt: ungarsk gylden in den skandinavischen Ländern, hogaarske dukat in Niederlanden, ongaro in Italien.
Nach der Türkenherrschaft war das österreichische Währungssystem auf den unter dem Einfluss der Habsburger stehenden Gebieten bestimmend, das verursachte das provisorische Aufhören des Forints. Die Inflation von 1945-46 war eine Geldentwertung mit dem größten, früher nicht erfahrenen Tempo, und daraus ergab sich die Entwertung der nationalen Währung. Den unerfreulichen Zuständen bereitete die Einleitung des mit Warenfonds stabilisierten Forints am 1. August 1946 ein Ende.

4. Regierung des Königs Matthias: (1458-1490) Als I. Matthias war er ungarischer König zwischen 1458 und 1490. Tschechischer König ab 1469 und Österreichs Herzog ab 1486.

König Matthias (1458-1490) bestrebte sich, nach seiner Thronbesteigung die Führung des Landes neu zu organisieren. Er reformierte das Steuersystem und aus dem so erhöhten Einkommen modernisierte er vor allem die Armee. Er warb nach europäischem Muster ein Söldnerheer an, das das ganze Jahr über zum Angriff und zur Verteidigung in Bereitschaft stand. Diese Armee, das Schwarze Heer wurde in kurzer Zeit europaweit zu einer gefürchteten Kraft. Unter seinen außenpolitischen Zielen erschien auch die Erwerbung des Kaisertitels. Als ersten Schritt hatte er vor, den tschechischen Thron in Besitz zu nehmen.

Matthias achtete sich gleichrangig mit den anderen europäischen Herrschern. Er richtete seinen Hof nach Muster der Renaissance ein. Die in seinem Palast errichtete humanistische königliche Bibliothek, die Bibliotheca Corviniana war weit und breit berühmt. In der Buchbinder- und Nachschreibungswerkstatt des Palastes wurden Kodexe in schmuckvoller Ausführung gemacht, welche nach dem Raben (lateinisch corvus) des Königswappens „corvinas” benannt wurden. Der König lud zahlreiche italienische Künstler und Wissenschaftler nach Buda ein.

Die Figur des Königs Matthias wurde in der Erinnerung des ungarischen Volkes als einen Helden bewahrt, seine Taten sind mit Legenden verbunden. Zahlreiche Märchen und Sagen handeln von der Gerechtigkeit des Königs und davon, dass er während seiner Herrschaft immer an der Seite der armen Leute stand. In der Realität zahlten die ungarischen Leibeigenen viel mehr Steuer als je früher. Das Volk des Landes lebte aber im Frieden und die Feinde, besonders die Türken konnten die Grenzen nicht überschreiten. Im Spiegel der Leiden und Kriege der späteren Zeiten hatten die Leute das Gefühl, dass die Regierung von Matthias eine goldene Zeit war. Gut wird es mit dem alten Spruch ausgedrückt: „König Matthias ist gestorben, die Gerechtigkeit ist weg!”

5. Die 160jährige Türkenherrschaft in Ungarn

Die Eroberung der Osman-Türken erreichte am Ende des 14. Jahrhunderts die Grenze des ungarischen Königreichs und mit der Einnahme von Nándorfehérvár im Jahre 1521 fassten sie dann einen festen Boden in Ungarn.

Zu einer dauerhaften Einrichtung gaben die Niederlage bei Mohatsch (1526) und dann der Fall von Buda (1541) Gelegenheit. Von dieser Zeit an erweiterten sie ständig die besetzten Gebiete im mittleren Teil des Landes, die nach dem Fall von Szigetvár und Gyula (1566) schon die 40% des spätmittelalterlichen ungarischen Staates ausmachten. Dieses Keilförmige Gebiet war bis zum Frieden von Karlowitz (1699) in türkischem Besitz, wo sie mit der Hilfe ihrer Besatzungstruppen ihre eigene Burgverkettung, Verwaltung und ihr eigenes Steuersystem ausbauten.

Trotzdem war ihre Einrichtung von ungleichem Charakter. Die Türkenherrschaft blieb nämlich bis zum Ende das am meisten westliche Frontgebiet des Osmanischen Reiches, wo die ungarischen Gutsherren ihre Besitzrechte sowie Besteuerungstätigkeit, und die ungarische Bevölkerung ihre Selbstverwaltungen teilweise bewahren konnten.

Die Türkenherrschaft und die dazu gehörende Kriegsführung ließen in der Entwicklung des Landes langfristig doch schwere Spuren hinter. Das Land spaltete sich in drei Teile auf, nach der Herausbildung des Fürstentums von Siebenbürgen trennten sich die Ostgebiete ab und die ungarische Bevölkerung befand sich auf dem Weg, in Minderheit zu kommen, dank den auf die zerstörten Gebiete angesiedelten und sich eingelagerten fremden (serbischen, kroatischen, rumänischen, slowakischen) Volksgruppen.

6. Ungarische Revolution und Freiheitskrieg von 1848-49

Die wichtigste Periode der Geschichte der ungarischen bürgerlichen Umgestaltung war der Zeitraum des Freiheitskrieges. Antike Pistole
Der Frühling 1848 brachte die Möglichkeit für die ungarische Nation mit, ihre gesellschaftliche und wirtschaftliche Ordnung – verbunden mit den europäischen Revolutionen – umgestalten zu können. Es konnte die erste selbstständige verantwortliche ungarische Regierung gegründet werden. Eine fieberhafte Gesetzgebungsaktivität beseitigte die Überreste des Feudalismus, die Erschaffung des modernen Ungarns wurde begonnen. Nach der Revolution und dem Freiheitskrieg konnte das veraltete System des Feudalismus nicht mehr retabliert werden und der Anschluss dem modernen Europa war nur eine Frage der Zeit.

Für 1867 sah die Führung des serienmäßig militärische Verluste erleidenden Österreichischen Reichs ein, dass es nicht fähig ist, ihre Großmachtrolle bei Nichtbeachtung der Interessen Ungarns zu erfüllen. Ein großer Teil der ungarischen Politiker verzichtete auf den vollständigen Unabhängigkeitsdrang, so wurde der historische Kompromiss geschlossen und der neue dualistische Staat, die Österreichisch-Ungarische Monarchie erschafft, die unter Berücksichtigung der Möglichkeiten die günstigsten Rahmen zu einer bürgerlichen Entwicklung reichte.

Die rot-weiß-grüne Trikolore wurde zum ersten Mal im Jahre 1848 zu amtlichem Symbol des Landes. Die Trikolore (d.h. die Fahne aus drei Farben) wurde seit der französischen Revolution „modisch”, so bekam die ungarische Fahne auch drei Farben: die rote Farbe symbolisiert die Kraft, die weiße Farbe ist für die Treue und die grüne für die Hoffnung. Nach der Niederschlagung der Revolution war auch der Gebrauch dieses nationalen Symbols nicht erlaubt, aber seit dem Ausgleich wurde die rot-weiß-grüne Trikolore wieder zu dem höchsten Symbol unseres Ungartums.

7. Der Friedensvertrag von Trianon

Das ist eine Vereinbarung zwischen den Siegermächten des Ersten Weltkrieges und Ungarn als Kriegsverliererstaat.
Der Friedensvertrag wurde am 4. Juni 1920 im Palast „Trianon Groß” des Schlossgartens Versailles bei Paris unterzeichnet. Von der Nationalversammlung wurde er am 15. November 1920 angenommen und am 31. Juli 1921 trat er in Gesetzeskraft. Der Vertrag mit 14 Teilen fing mit der Völkerbundssatzung an. Der zweite Teil legte die neuen Grenzen Ungarns fest. Demgemäß wurde das Gebiet Ungarns – ausschließlich Kroatien – von 282.000 km² auf 93.000 km² und die Anzahl der Einwohner von 18,2 Millionen auf 7,6 Millionen reduziert.

3,2 Millionen der auf den abgetrennten Gebieten lebenden 10,6 Millionen Menschen waren ungarisch (in Siebenbürgen, in der Slowakei, in der Karpatoukraine und im Südland). Im Sinne des Friedensvertrages verloren die Bewohner der abgetrennten Gebiete ihre ungarische Staatsangehörigkeit, und konnten die Staatsangehörigkeit des Landes erwerben, auf dessen Gebiet sie das Heimatrecht besaßen.

Nach dem dritten Teil durfte Ungarn ohne die Genehmigung des Völkerbundes nicht auf ihre Unabhängigkeit verzichten, d.h. sich mit Österreich vereinigen. Laut Vorschriften des fünften Teils durfte Ungarn nur eine Freiwilligenarmee aufstellen, deren Gesamtstärke 35.000 Mann nicht überschreiten durfte. Ungarn durfte Panzerfahrzeuge, Tanken, Kriegsschiffe und Kriegsfahrzeuge weder herstellen noch kaufen. Im Sinne der Vorschriften des neunten Teils hatte Ungarn ab 1921 30 Jahre lang eine Wiedergutmachung für die verursachten Kriegsschaden an Italien, Jugoslawien, Rumänien und Griechenland zu zahlen. Der Friedensvertrag von Trianon wurde von der ungarischen Gesellschaft als schwere Ungerechtigkeit empfunden, und das wichtigste Ziel der ungarischen Politik zwischen den zwei Weltkriegen war deren Revision.

8. Die Revolution 1956

1956 Monument. Kecskemet, Ungarn
Am 23. Oktober begannen der Volksaufstand und der Freiheitskampf in Ungarn gegen die Diktatur und die sowjetische Besatzung. Die friedliche Demonstration endete am 11. November mit der Auflösung der bewaffneten Macht.

Die Demonstranten in Pest sammelten sich am Petőfi-Denkmal, und die Studenten der Technischen Universität gingen von der Universität zu dem Bem-Denkmal. Vom Bem-Denkmal zog die Menge zum Parlamentsgebäude, wo die Rede des Ministerpräsidenten angehört wurde. Davon zog man zum Stalin-Denkmal. Die Statue wurde zum Nationaltheater gebracht und dort zerstückelt. Der andere Teil der Massen zog inzwischen zum Rundfunkgebäude und forderte die Verlesung der 16 Punkte, dies wurde aber von der Leitung des Rundfunks verweigert. Vom Zentralkomitee wurde Imre Nagy in der Nacht wieder zum Ministerpräsidenten ernannt.

Am nächsten Tag kamen sowjetische Truppen nach Ungarn. An verschiedenen Orten in der Stadt wurden Aufstandszentren gebildet, dann verbreitete sich die Demonstration auf das Gebiet des ganzen Landes. Die inzwischen in Budapest angekommenen sowjetischen Leiter ernannten János Kádár zum Parteichef der Ungarischen Kommunistischen Partei. Am Morgen des 28. Oktober hat aber Imre Nagy eine Feuereinstellung erklärt, und verkündete den Rückzug der sowjetischen Truppen aus dem Land, bzw. die Auflösung des ÁVH (Staatssicherheitsamt). Es schien so, als hätte die Revolution ihr Ziel, die nationale Unabhängigkeit und die Mehrparteiendemokratie erreicht.

Die Verhandlungen am 3. November seitens der Sowjeten dienten aber nur zur Irreführung. Am frühen Morgen des Sonntags vom 4. November 1956 wurde Budapest durch Kanonendonner geweckt. Die sowjetischen Truppen erreichten das Parlament und stellten die Sendung des Rundfunks Kossuth ein. Die Mitglieder der Regierung von Imre Nagy sind aus dem Parlament gegangen und am 7. November hat die Regierung von Kádár den Eid geleistet. Nicht nur in Budapest, sondern auch in mehreren Großstädten auf dem Lande, wie in Salgótarján und Miskolc, ließ man auf die Demonstranten einen Geschosshagel niedergehen. Das Standrecht wurde eingeführt und die Leiter der Arbeiterräte wurden verhaftet. 1958 wurden Imre Nagy und seine Mitstreiter zum Tode verurteilt.

9. Die politische Wende in Ungarn

Die politische Wende in Ungarn war ein mehrjähriger, friedlicher Transformationsprozess, wobei die Einparteiendiktatur durch eine Mehrparteiendemokratie und die auf staatliches und gesellschaftliches Eigentum gebaute Planwirtschaft durch eine Marktwirtschaft großenteils auf Privateigentumsbasis abgelöst wurde. Inzwischen erhielt Ungarn auch seine Freiheit wieder.
Die ersten Programme der politischen Wende erschienen in den Jahren 1986-87, und die erste Oppositionsgruppe (Ungarisches Demokratisches Forum) bildete sich am 27. September 1987 in Lakitelek. Auf Grund der Verhandlungen (Nationaler Rundtisch) im Sommer 1989 zwischen der MSZMP (Ungarische Sozialistische Arbeiterpartei) und den Oppositionsgruppen wurde am 23. Oktober 1989 die Republik Ungarn ausgerufen. Im Frühjahr 1990 fanden die aus aller Hinsicht demokratischen Mehrparteienwahlen statt. Die Privatisierung des gesellschaftlichen Eigentums („Privatisation”) begann auf Grund des Gesellschaftsgesetzes vom 10. Oktober 1988 und des Verwandlungsgesetzes vom 1. Juli 1989. Der Auszug der sowjetischen Truppen begann am 25. April 1989 und endete im Sommer 1991. Nicht viel später, am 28. Juni 1991 wurden der KGST (Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe) und am 1. Juli auch der Warschauer Vertrag aufgelöst. Den Zusammenbruch des sowjetischen Blocks verursachten grundsätzlich die Schwächung der Sowjetunion und die geschichtliche Niederlage von den Vereinigten Staaten.

10. Beitritt von Ungarn zur Europäischen Union

Denkmal und Zeder. EU-Beitritt von Ungarn am 1. Mai 2004Denkmal. EU-Beitritt von Ungarn am 1. Mai 2004Ungarn präsentiert sich seit tausendhundert Jahren im wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Leben Europas. Der EU-Beitritt von Ungarn am 1. Mai 2004 verstärkte diese enge Verbindung.

Die Erweiterung im Jahre 2004 brachte für beide Seiten Vorteile mit sich. Die Vorteile für die EU waren vor allem die Verbreitung des inneren Marktes, die Verstärkung der europäischen und globalen Positionen, bzw. die Stabilisierung der politischen und Sicherheitslage des Erdteils. Die neuen Mitgliedstaaten, unter denen die sozialistischen Länder mussten ernsthafte Anstrengungen für den Beitritt unternehmen, nicht nur in Bezug auf Politik, Wirtschaft und Finanzen, sondern auch auf Humangebieten.
Für Ungarn war der EU-Beitritt ein bedeutendes Ereignis: der Höhepunkt der politischen Wende und das Heimkommen in Europa. Ungarn arbeitete seit der Wende daran, die Voraussetzungen des Beitritts zu erfüllen. Die Anerkennung dieser Arbeit bedeutete, dass im Dezember 1997 die ersten Verhandlungen über den EU-Beitritt begannen.

Ungarn entwickelte – ähnlich wie die anderen Beitrittskandidaten – seine Wirtschaft und sein politisches System mit Berücksichtigung der Erwartungen der Mitgliedschaft. Am 1. Mai 2004 wurde Ungarn Mitglied der Europäischen Union.