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Willkommen in der virtuellen Fotogalerie auf puszta.com!

In unserer Fotogalerie haben wir Ihnen wunderschöne Fotos rund um die Puszta zusammengestellt. Malerische Landschaften, einzigartige Naturschätze, kulturelle Werte, Tiere, Pflanzen und Menschen – tauchen Sie ein in eine faszinierende Welt!

Die Pflanzenwelt der Tiefebene

Die Pflanzenwelt der TiefebeneLöß bedeckte einst große Gebiete der Tiefebene, die nichts anderes sind, als vom Wind aus den Bergen hergewehter Gesteinsstaub. Die für diese Pflanzengemeinschaft typische Lößpuszta -Rasen wird heutzutage immer mehr zurückgedrängt, entsteht doch auf dem Löß ein ausgezeichneter Ackerboden. Das Pusztagras ist arm an Gräserarten. Neben der typischen Pusztapflanze, dem Furchen-Schwingel (Festuca rupicola), findet man meist die mit ihrem Kamm protzende Kamm-Quecke/(Agropyron pectinatum).

Der Salbei - das Symbol der Liebe aus der Welt der ungarischen Volkslieder – ist hier in verschiedenen Arten auf dem Lößrasen vertreten. Eine vom Aussterben bedrohte Pflanzenart, die immer strenger geschützt wird: das Adonisröschen (Adonis transsylvanicus).

Die Lößeichenhaine mit ihren verschienen Eichenarten bilden eine einzigartige Pflanzengesellschaft. Die Waldgemeinschaften entstanden neben Kerencsend an der Grenze zu der Tiefebene und den Bergregionen. In den Lößeichenhainen und auf den angrenzenden Wiesen ist die Hälfte der einheimischen Flora – 1000 blühende Pflanzenarten – zu Hause.

Die meisten Menschen verbinden mit dem Wort Puszta sodareiche Böden. Unter der heißen Sommersonne verdampft das Wasser aus dem Boden und zurück bleibt ein steinharter, rissiger Boden mit Salzansammlungen. Im Frühling bleibt dann das Regenwasser darauf stehen. Die Erosion des Sodabodens geht mit einem Einsinken und Brechen des Bodens einher. Man mag meinen, dass die Tiefebene mit ihrem extremen Klima nur wenigen Pflanzen Lebensraum gibt, dabei verzaubern gerade die unwirtlichsten Gebiete den Betrachter mit den meisten Pflanzenarten.

Auf den bodensauren Böden erscheinen Moose und Flechten. Die alkalischen Pusztasteppen bekamen ihren Namen nach der Wiesenscharfgarbe (Achillea collina), eine Verwandte der Pusztascharfgarbe (Achillea setacea). Der Strand-Wegerich (Plantago schwarzenbergiana) ist hier auf den Pusztawiesen heimisch.

Die andere Pflanzengesellschaft dieses Gebietes - die alkalische Wermut Puszta – bekam ihren Namen von dem Salz-Wermut (-Beifuß) (Artemisia santonicum).

Die bekannteste Pflanze der Wermut-Puszta ist die wegen ihrer Heilkraft hoch geschätzte und berühmte Kamille (Matricaria camomilla), deren heilsame Wirkstoffe hier in der flachen Ebene eine hohe Konzentration aufweisen.

Die Pflanzenwelt der TiefebeneDie Landschaft Hortobágy ist von einer reichen und eigenartigen Pflanzenwelt bedeckt. Der bedeutende Teil der Pflanzenarten des zur Floralandschaft der Tiefebene gehörenden Hortobágy stimmt mit der Pflanzenwelt der gemäßigten Zone Europas überein. Darüber hinaus befindet sich hier ein Teil der auf dem sog. Pontus-Gebiet (in der Umgebung des Schwarzen Meeres) heimischen Pflanzenwelt. Schließlich sind die „eingeborenen Arten”, die im Karpatenbecken einzigartig sind und ausschließlich hier erscheinen, hervorzuheben. Diese sind hauptsächlich Arten, die den Alkaliboden bevorzugen, wie z.B.: die Alkaliaster und die ungarische Salzmelde.

An den Rändern des Nationalparks – auf den Gebieten, die an die Landschaften Hajdúhát und Nagykunság grenzen -, auf den Lößterrainen gruppierten sich damals die charakteristischen Pflanzen der Grassteppe. Heute ist die zusammenhängende Pflanzendecke der früheren Lößsteppwiese nur vereinzelt aufrechterhalten geblieben.

Charakteristische Pflanzen sind: der massenweise vorkommende, im Herbst blühende Wiesensalbei (Salvia pratensis) [Symbol der Liebe in den Volksliedern], das vereinzelt auftauchende Haar-Pfriemengras (Stipa capillata), und die für die Lößheiden wohl typischste Pflanze, der Meerkohl (Crambe tataria), dessen Wurzeln unsere Ahnen zu Mehl gemahlen verbraucht haben.

Die in erhöhtem Maße geschützten Gebiete von Hortobágy sind die Alkaliwälder von Újszenthargita und Ohat. Die bis zu 15-16 Meter hoch wachsenden Stieleiche (Quercus robur) und Zerr-Eiche (Quercus cerris) sind die häufigsten Baumarten der Alkaliwaldsteppe, es kommen auf diesen Gebieten jedoch auch verschiedene Ahorngewächse in großer Zahl vor. Die Rinde der Stieleiche ist reich an Gerbstoffen, mit seiner Eichel wurden früher die Schweine gefüttert (das nennt man mit Eicheln mästen). Aus dem Gallapfel wurde unter Zugabe von Eisen Tinte hergestellt.

In den Wäldern blüht im Frühling der Zweiblättrige Blaustern (Scilla bifolia) mit seinen kleinen, blauen Blüten, sowie das knallgelbe Scharbockskraut (Ficaria verna). Der Boden der mit Wäldern bewachsenen Gebiete wird immer sodahaltiger, davon zeugt das Auftauchen einiger weichstieliger Pflanzen, die den Alkaliboden bevorzugen, z.B.: der Beifußes. Der echte Haarstrang (Peucedanum officinale), das Goldhaar (Lynosiris vulgaris) und die Wiesenaster (Galatella punctata) mit ihren lila Blüten bilden die bunten Farbflecke der Alkaliwaldsteppen.

Das echte Gesicht von Hortobágy zeigt die vereinzelt mit Gras bewachsene, trockene Alkaliheide. Die am häufigsten vorkommende Pflanze des Gebietes ist der Schwingel (Festuca pseudovina), der mit seiner im Frühling graugrünen, später roten und gelben Farbe das Bild der Heide bestimmt.

Auf der Alkaliheide können zwei Arten der Pflanzengemeinschaften unterschieden werden: die ältere Alkaliheide, mit ihrem stark sodahaltigen Boden und dem darauf wachsenden Beifuß, und die stärker bewachsene Grasheide mit ihren Unkräutern und der Scharfgarbe. Auf der sodahaltigen Beifuß-Heide wächst unser wichtiges Heilkraut, die medizinische Kamille (Matricaria chamomilla), sowie der siebenbürgische Wegerich (Plantago schwarzenbergiana) und der Klee (Trifolium angulatum). Auf der Grasheide kommen zwei Arten der Scharfgarbe (Achillea setacea und Achillea millefolium) in großer Zahl vor. Diese Pflanze ist in Hinsicht ihrer Heilkraft das universellste Heilkraut. Darüber hinaus bestimmen diese Gebiete die verschiedenen Kleearten. Das Gesicht der Heide ändert sich mit den Jahreszeiten und der Menge des Niederschlags: bei mehr Niederschlag kann der Rasen sogar einen halben Meter hoch wachsen.

Auf dem Alkaliboden von Hortobágy wachsen die extremsten Pflanzen. Auf dem weißen, salz- und sodahaltigen Boden sind nur die Pflanzen lebensfähig, die die Verhältnisse der Salzwüsten und Halbwüsten ertragen. Typisch für diese Pflanzen ist, dass sie sich über dem Boden verbreiten, stark hygroskopisch sind, tiefe Wurzeln und sukkulente Formen haben. Auf den Gebieten, die im Frühling lange unter Wasser stehen, erscheinen gegen März mit seinen graugrünen Trieben der Sumpf-Salzschwaden (Puccinellia limosa) und die Binse (Juncus gerardi). Das im Sommer feucht werdende Gebiet fängt langsam an trocken zu werden. Zu dieser Zeit blühen der Hahnenfuß (Ranunculus lateriflorus), die endemische ungarische Salzmelde (Suaeda pannonica), der Dünnschwanz (Pholiurus pannonicus), sowie die verschiedenen Arten der Melde (Atriplex litoralis, Atriplex tatarica). Die medizinische Kamille kommt auch häufig auf diesem Gebiet in großer Zahl vor. Ende Sommer, wenn der Salzgehalt des Bodens seine höchste Konzentration erreicht, bleiben nur die zähesten Arten am Leben – wie der Vogelknöterich (Polygonum aviculare) und das Salzkraut (Salsola soda).

Auf dem trockeneren und im Frühling bereits ausgetrockneten Gebiet wachsen nur die Kamille, der Beifuß (Artemisia monogyna) und der überwinternde Strandwegerich (Plantago maritima). Die Oberfläche des Bodens wird oft mit der blauen Alge bedeckt, die bei Regen Wasser aufsaugt, dadurch anschwellt und den Boden rutschig macht. Wenn erneut eine trockenere Periode kommt, dann wird die Alge zur schwarzen Haut, die kaum zu sehen ist.

Auf den zu den Sumpfgebieten von Hortobágy gehörenden, oder ständig unter Wasser stehenden Oberflächen befinden sich feuchte Alkaliwiesen und Futterweiden, die in unterschiedlichem Maße zum Alkaliboden werden können. Auf diesen Gebieten wächst massenweise das weiße Straußgras (Agrostis alba). Auf den feuchteren Wiesen, auf denen die Sumpfbinse wächst, bilden sämtliche interessante Arten Pflanzengemeinschaften. In den mit Wasser bedeckten kleineren Vertiefungen dieser Wiesen schwimmt der Hahnenfuß (Ranunculus aquatilis) mit seinen großen Blüten. Die gelben Blüten der Wasserhalmgewächse erheben sich auf die Wasseroberfläche. Ihre Blätter sind voll von insektenfangenden Blasen.

Das gelbe Feld der Sumpfkresse (Rorippa kerneri) vermischt sich an einigen Stellen mit den blauen Blüten des Vergissmeinnichts (Myosotis palustris). In der Pflanzengemeinschaft finden wir neben dem weißen Straußgras auch die Sumpfbinse (Eleochoris palustris), das Rispengras (Poa palustris) und den Sauerampfer (Rumex stenophylla).

Auf den feuchten Alkaliwiesen werden Tiere geweidet oder die Wiesen werden gemäht. In diesem Falle erscheinen hier die typischen Pflanzen der Alkaliwaldsteppe.

Früher bedeckten die Sümpfe und Röhrichte einen wesentlich größeren Teil von Hortobágy. Durch den Hochwasserschutz wurden diese Gebiete auf die tiefer liegenden flachen Flächen zurückgedrängt. An den Ufern der Alkaliseen sind ebenfalls die typischen Arten der Sumpfgemeinschaften zu beobachten.

Die Pflanzenwelt der Tiefebene Die häufigste Pflanze der Alkalisümpfe ist die Binse (Bolboschoenus maritimus), deren spärlicher Bestand vereinzelt von je einer Sumpf-Wolfsmilch (Euphorbia palustris) unterbrochen wird. Die Alkalisümpfe sind arm an Blumen. In den tieferen Gewässern erscheinen der schmalblättrige Rohrkolben (Typha angustifolia) oder das Schilf (Phragmites communis) [NUTZUNG] und die Seebinse (Scoenoplectus lacustris). Neben den an den Ränden der Röhrichte auftauchenden Marsilie (Oenanthe aquatica) und der Wasserwegerich (Alisma plantago) kommen auch die schönen Blüten der gelben Wasserschwertlilie (Iris pseudacorus) vor.

Weitere in den Röhrichten lebende Pflanzen sind: der Igelkolben (Spargamium erectum), das Bandgras (Baldingera arundinacea), das Pfeilkraut (Sagittaria sagittifolia).

Die schönste und seltenste Art der Pflanzenwelt auf einigen Seen, kleineren Flüssen und Strömungen von Hortobágy ist die weiße Seerose (Nymphaea alba). Der Froschbiss (Hydrocarus ranae) kommt häufiger vor, die Sumpfrose (Mymphoides peltatus) in größeren Gruppen. Das Seegras (Potamogeton pectinatus) und die Wassernuss (Trapa natans) sind typische Pflanzen der Alkaliseen. Die Wassernuss hat eine schwarze, stechende Frucht, die an einen Stern erinnert. Auf dem Wasser schwimmen die kleinen Wasserlinsen (Lemna minor) und das Schwimmblatt (Salvinia natans), deren Teppich von den weißen Blüten des Hahnenfußes und den gelben Blüten der Wasserhalmgewächse (Utricularia vulgaris) unterbrochen wird.