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Fotogalerie

Willkommen in der virtuellen Fotogalerie auf puszta.com!

In unserer Fotogalerie haben wir Ihnen wunderschöne Fotos rund um die Puszta zusammengestellt. Malerische Landschaften, einzigartige Naturschätze, kulturelle Werte, Tiere, Pflanzen und Menschen – tauchen Sie ein in eine faszinierende Welt!

13. Dezember. Luzientag

Das ist der Tag der altchristlichen Jungfrau und der an Bräuchen und Aberglauben reichste Tag im ungarischen Volksbrauchtum. Vor der Einbürgerung des 1582 eingeführten Gregorianischen Kalenders galt der 13. Dezember als kürzester und dunkelster Tag des Jahres, als Anfang des Mittwinters. Deshalb sind mit dem Luzien-Tag mehrere Spiele zum Fruchtbarkeitszaubern verbunden. An diesem Tag wurde der Luzien -Weizen gesät, wenn er einen langen Stiel bekam, konnte man mit guter Strohernte rechnen. Dazu wurde auch ein kleiner Vers aufgesagt: „ Es wird mein Brot, für mein Vieh die Weide, grüne Wiese”. Der mit einem roten Band zusammengebundene Weizen kam unter den Weihnachtsbaum. Die rote Farbe spielte im Kampf gegen den Bösen eine wichtige Rolle.


Der Luzientag, mit dem ein neues Vierteljahr beginnt, ist auch ein Tag der Bösen, so müssen die Frauen sämtliche Verbote und zeremonielle Tätigkeiten einhalten und verrichten. Es ist nicht zu empfehlen, Besucher auf der Schwelle zu empfangen und es darf nichts aus dem Haus herausgegeben werden. Da die bösen Kräfte genauso in den Verwandten, Bekannten oder Nachbarn stecken können, bezog sich dieses Verbot auf sie genauso, wie auf die Fremden.


Luzien-Stuhl, UngarnFür Mädchen, die heiraten wollten, war der Luzientag genauso wichtig unter den Feiertagen, wie der Katalin- oder Barbara-Tag, denn dieser Tag ist zum Verrichten Ehe anbahnender Praktiken und zum Wahrsagen gut geeignet. An diesem Tag werden die sog. Luca-Pogatschen gebacken, in denen Ringe versteckt werden. Wenn ein vor der Heirat stehendes Mädchen den Ring findet, dann wird es nächstes Jahr sicher unter die Haube kommen. Die Luca-Pogatschen haben auch eine andere Bedeutung, wenn in die einzelnen Teigstücke Feder gesteckt werden. (In Szeged und Umgebung lebt dieser Glaube) Jedes Mitglied der Familie wählt ein Gebäck vor dem Backen, und wessen Stück angebrannt ist, der wird dem Glauben nach bald sterben.


An verschiedenen Orten des Landes lebt heute noch der Brauch der Fertigstellung des Luzien-Stuhles: am 13. Dezember begann man, den Stuhl aus dreizehn verschiedenen Holzarten zu fertigen, welches dreizehn Tage lang dauerte und genau zum zweiten Weihnachtstag fertig wurde. Derjenige, der den Stuhl zur Mitternachtsmesse mitnahm, erblickte die Bösen.