
Zur Zeit des amtierenden Bürgermeisters Péter Lestár wurde 1894 der Hauptplatz der Stadt und seine Größe festgelegt. Aber so richtig kam der Hauptplatz architektonisch zum Zuge als unter dem Bürgermeister Elek Kada von 1910 bis 1914
das Neue Kollegium (die heutige Reformierte Grundschule und Mittelschule)
im ungarischen Jugendstil und
der Luther-Palast nach Plänen von Valér Mende gebaut wurden.
In dieser Zeit wurde auch die Nationalbank im eklektischen Stil erbaut. Neben der Bank baute man damals auch das erste mehrstöckige Wohnhaus, von dem das einfache Volk glaubte, dass wohl niemand so mutig sein werde und in so einer Höhe wohnen würde.
Das gegenüber der Großen Kirche erbaute Gebäude wurde 1969 errichtet. Im Volksmund wurde es das „Haus der Lords“ genannt, weil hier nur Leute eine Wohnung bekamen, die eine leitende Position inne hatten. Selbstverständlich waren derartige Bemerkungen verboten und man konnte deswegen mit drastischen Repressalien rechnen.
Dem Bürgermeister
Gábor Szécsi hat der Hauptplatz seine neue Bepflasterung zu verdanken, die im Jahre 2002 erneuert wurde.
Der Hauptplatz von Kecskemét ist eigentlich ein komplexes Bauwerk, das aus sieben Plätzen (dem Szabadság, Széchenyi, Kossuth, Kálvin, Katona József, Lestár Platz und dem Platz der Piaristen) und den umliegenden Straßen und Gassen besteht. Der Hauptplatz wurde 1991 von dem Kultusministerium als denkmalartiges Gebiet anerkannt.

Der Hauptplatz ist ein angenehmer Park, eine grüne Insel im Herzen der Stadt. Sein zweifelsohne bedeutendstes Gebäude ist das
Rathaus, dessen 37 Glocken die Besucher in jeder Stunde mit einem wunderbaren Glockenspiel begrüßen. Sein Musik-Repertoire besteht aus 10 Melodien: Zu hören sind z.B. Werke von
Kodály,
Erkel und
Beethoven.
Der Hauptplatz ist im Sommer der Schauplatz vieler Festivals und diverser Veranstaltungen. Der Null-Kilometer-Stein, auf dem die Entfernungen zu mehreren Städten der Welt zu lesen sind, funktioniert auch als beliebte Rutsche der Kecskeméter Kinder.
Verfolgen Sie die Geschehnisse auf dem Hauptplatz durch unsere
Webcam rund um die Uhr!
Fotos: pappani
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Kecskemét (Ungarn) Webcam
Zwei Webcams mit Blick auf das Stadtzentrum von Kecskemét.
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Kecskemét
Zwischen Budapest und Szeged, der Donau und der Theiß liegt Kecskemét, die Hauptstadt des Komitates Bács-Kiskun.
Der Name der Stadt, so behaupten viele, stammt von den Wörtern „kecske” (Ziege) und „mét” (gehen). Laut Katona József, später dann Hornyik János und Pais Dezső entstand die Stadt aus den nahe liegenden Orten Kecske und Mét. Auf den Weiden dieser Gegend wurden die Ziegen des Königs geweidet, so dass der Name des Ortes zuerst Kecskehatár (Ziegengegend) oder davor Kecskeméta war.
Haus der Wissenschaft und Technik in Kecskemét
Nach jahrhundertlanger Verfolgung bekamen die Juden nach 1820 in Kecskemét das Recht, sich hier niederzulassen. Ihre erste Synagoge erwies sich bald als zu klein. Das neue Gebäude, das auch heute zu sehen ist, wurde von 1864 bis 1871 in mehreren Etappen im romantisch-maurischen Stil erbaut. Da seine erste Zwiebelkuppel durch das Erdbeben im Jahre 1811 völlig zerstört wurde, hat man sie durch eine neue an eine Lotusblüte erinnernde Kuppel ausgetauscht.
Die Reformierte Kirche in Kecskemét

In der Belagerungszeit durch die Türken benutzte die katholische und reformierte Glaubensgemeinschaft gemeinsam die einzige, aus Stein erbaute Kirche der Stadt. Mit der durch 660 „Schmiergeld“-Dukaten in Gold errungenen Erlaubnis des Paschas von Buda erbaute die reformierte Gemeinde von 1680 bis 1683 eine eigene Kirche. Im Kirchturm läutet nun die von György Rákóczi gespendete, neugegossene Glocke.
Das Rathaus in Kecskemét
Das heutige Rathaus wurde zwischen 1892 und 1897 anlässlich des 1000jähr. Bestehens des ungarischen Staates im ungarischen Jugendstil mit 174 Räumen auf einer Grundfläche von 5534 m² nach Plänen von Ödön Lechner und Gyula Pártos erbaut.