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Fotogalerie

Willkommen in der virtuellen Fotogalerie auf puszta.com!

In unserer Fotogalerie haben wir Ihnen wunderschöne Fotos rund um die Puszta zusammengestellt. Malerische Landschaften, einzigartige Naturschätze, kulturelle Werte, Tiere, Pflanzen und Menschen – tauchen Sie ein in eine faszinierende Welt!

Kiskőrös

Kiskőrös ist der Geburtsort unseres großen Dichters, Sándor Petőfi, sowie die Stadt der Trauben und des Weines.
Laut der archäologischen Forschungen wohnten bereits in der neuen Steinzeit (im 6. Jahrtausend vor Christi) in dieser Umgebung Sarmaten und Awaren. Dies beweist ein bei einer Ausgrabung im Jahre 1891 gefundenes Steinbeil, das im Nationalmuseum ausgestellt wurde. Schriftlich wird die Ortschaft erst 1247, später 1275 als eine bewohnte Ortschaft erwähnt. Ihren Namen bekam sie wahrscheinlich von den in dieser Gegend einheimischen Eschenwäldern (ung.: ’kőris’), die Vorsilbe „kis-„ (dt.: ’klein’) bekam sie zur Unterscheidung von anderen Ortschaften, wie z.B.: von Nagykőrös.
Im Jahre 1529 wurde die Stadt von den Türken ganz vernichtet, die Bevölkerung floh in die naheliegenden Wälder und Röhrichte. Zu dieser Zeit muss die in den Zeiten der Árpáden-Könige gebaute Säulenkirche vernichtet worden sein. Man wollte sie mehrmals neu aufbauen, nach der Zerstörung der letzten Säule wurde jedoch an ihrer Stelle 1876 eine jüdische Kirche errichtet.
Nach der Türkenherrschaft geriet Kiskőrös und ihre Umgebung in die Hände der Familie Wattay, welche im Jahre 1718 evangelische Slowaken ansiedelten. Sie litten übermäßig viel unter der religiösen Verfolgung. 1730 ließ Karl der Dritte ihre Kirche vernichten, und erlaubte ihnen lange Zeit nicht diese neu aufzubauen. Daran änderte erst 1783 die Toleranz-Verordnung von Joseph dem Zweiten, so dass die Bewohner von Kiskőrös sofort damit begannen, ihre neue Kirche aufzubauen. Joseph der Zweite verlieh der Stadt im Jahre 1784 den Rang eines Marktfleckens.
Die Bewohner der Ortschaft beschäftigten sich in erster Linie mit der Rinder- und Schafszucht, später dann mit dem Pflanzenanbau.
Während des Freiheitskampfes in den Jahren 1848-49 schlossen sich viele aus Kiskőrös den revolutionären Truppen an.
Die slowakische Bevölkerung wurde mit der Zeit ungarisch, wozu auch die Ansiedlung katholischer Ungarn, sowie 1878 die Abschaffung des Unterrichts in slowakischer Sprache beitrugen.
János Bajzák eröffnete im Jahre 1904 seine private Bürgerschule, die dann später staatlich wurde. Zwischen 1915 und 1920 wurde die neue Bürgerschule gebaut, in deren Gebäude die heutige Mittelschule untergebracht ist.
Im Jahre 1919 besetzte die rumänische Infanterie drei Monate lang die Ortschaft. 1956 wurden die Unruhen in Kiskőrös mit aus Jagdflugzeugen abgefeuerten Schüssen zerstreut. Bei diesem Zusammenstoß soll es wohl zwei Verletzte gegeben haben.
Am 30. Dezember 1972 - zum 150-Jahre-Jubiläum der Geburt von Sándor Petőfi - wurde der Ortschaft wieder der Rang einer Stadt verliehen.
Heutzutage wird das Strandbad von vielen Touristen aufgesucht. Das 53 0C Grad warme Heilwasser sorgt für angenehme Entspannung.